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Verwaltungsgericht Hannover zum Konflikt von Windenergie und Denkmalschutz (Urteil vom 26. Mai 2016, Az. 12 A 11746/14)

Das Verwaltungsgericht Hannover hat mit Urteil vom 26. Mai 2016 die Drittanfechtungsklage der Eigentümerin eines Denkmals im Wesertal gegen einen vom Landkreis Schaumburg in der Funktion als immissionschutzrechtliche Genehmigungsbehörde erteilten Vorbescheid für die Windenergienutzung abgewiesen. Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hatte im Verfahren mehrfach Stellung genommen und sich für ein Überwiegen der denkmalschutzfachlichen Belange vor der Windenergienutzung ausgesprochen. Das Gericht konnte ausweislich der Entscheidungsgründe die Ausführungen des Landesamtes gleichwohl nicht nachvollziehen. Das Gericht hat sich insbesondere dezidiert mit dem Denkmalwert des Denkmals auseinandergesetzt, was in gerichtlichen Entscheidungen häufig nicht in der notwendigen Tiefe erfolgt. Ein wesentliches Thema war ebenfalls, ob das Denkmal durch eine Solitärlage geprägt ist und ob diese Lage und ggf. auch die Umgebung einen Teil des Denkmals bilden, was das Gericht schließlich abglehnt hat. Die Entscheidungsgründe sind hier hinterlegt.

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